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Erinnerungen ehemaliger Schüler

In den vergangenen 25 Jahren haben mittlerweile viele Kinder und Jugendliche in die Montessorischule Rothenburg-Neusitz besucht. Wir haben Anfang des Jahres 2017 einige Ehemalige kontaktiert und sie nach ihren Erinnerungen gefragt. Außerdem waren wir natülich auch neugierig, was aus ihnen geworden ist!

Lesen Sie selbst!

Annabel Pfundt

Annabel Pfundt

20 Jahre, Auszubildende Steuerfachangestellten, Schillingsfürst
besuchte von September 2003 bis Juli 2007 die Primarstufe

Ich bin gerne dort hingegangen, weil meine Freunde auch alle an der Schule waren. Durch die Zeit in der Monti bin ich selbstständiger geworden. Der Übertritt zur Regelschule war anfangs etwas kompliziert, hat aber recht schnell dann funktioniert. Nach meiner Schulzeit habe ich zuerst eine Ausbildung zur Steuersekretärin absolviert und mache jetzt eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten.

Christoph Hanger

Christoph Hanger

29 Jahre, studierte Internationale Beziehungen unter anderem in Würzburg und Beirut und ist heute Community Specialist beim World Economic Forum in Genf
besuchte von 1994 bis 1998 die Primarstufe

Ich bin gerne in die Schule gegangen, wegen der entspannten Atmosphäre und dem alternativen Lehransatz. Während meiner Schulzeit dort gab es viele interessante und prägende Erlebnisse aber besonders der Zusammenhalt in der Klasse und zu unserer Klassenlehrerin hat mich enorm geprägt. Insbesondere meine zwischenmenschlichen und sozialen Fähigkeiten haben durch die Zeit in der Montessori-Schule eine stärkere Rolle eingenommen. Nach dem Übergang auf die Regelschule hatte ich Probleme, mich an den Rhythmus und das Arbeitsklima zu gewöhnen. Insbesondere habe ich die meisten Lehrer am Gymnasium einfach für langweilig und uninspiriert befunden.

Nach dem Abschluss am Gymnasium habe ich in Würzburg, Beirut (Libanon) und Genf (Schweiz) Internationale Beziehungen studiert. Neben Berufserfahrungen an der Deutschen Botschaft in London, der Konrad Adenauer Stiftung in Dar Es Salaam, dem Goethe Institute Mumbai, der deutschen Ständigen Vertretung zu den Vereinten Nationen in Genf, dem UN-Umweltprogramm, habe ich bei Solar Impulse im Internationalen Presseteam mitgearbeitet. Mittlerweile arbeite ich beim Weltwirtschaftsforum in Genf.

Hannah

Hannah

18 Jahre, besuchte von 2004 bis 2008 die Primarstufe

Ich blicke auch heute noch gerne auf diese Zeit zurück. Der Einstieg war leichter als gedacht, da durch die gemischten Klassen mein junges Alter keinem wirklich auffiel und ich mich sofort in der bunten Gruppe zu Hause fühlte. Und genauso unauffällig gingen dann 4 Schuljahre vorbei, wobei mir insbesondere viele Kleinigkeiten im Kopf geblieben sind und mich regelmäßig an die Schulzeit erinnern. Sobald ich zum Beispiel das Lied „Narcotic“ höre, denke ich an die alte Schulband oder wenn ich eine Schleife binde, denke ich an Samuel, dessen Art ich übernommen habe.

Doch auch die vielen Lichtblicke des Begreifens haben sich tief in meine Erinnerungen gebrannt, und darum drehte sich ja schließlich die Zeit. Nicht um auswendig lernen oder genau das richtige Ergebnis in der Prüfung, sondern darum, die Dinge zu begreifen und zu verknüpfen.
In der vierten Klasse bestand ich schließlich den Übertritt in die Realschule und besuchte danach die FOS, um endlich studieren zu dürfen, einen Wunsch den ich schon von Anfang an hatte.

Der Übertritt und die folgenden Jahren verliefen unspektakulär, erst in der Oberstufe sinnierte ich mit meinem Banknachbar , was wir denn jetzt in dieser Zeit während des langsamen Frontalunterricht alles lernen könnten und die Schule wurde mehr und mehr zum Zeit absitzen. Nun stehe ich nach einem guten Schulabschluss direkt vor dem Ingenieurstudium und bin froh, dass ich in der Montessori Grundschule eine gute Grundlage für meine Entwicklung bilden konnte.

Janis Stößel

Janis Stößel

19 Jahre, Auszubildender zum Fachinformatiker für Systemintegration
besuchte von 2011 bis 2014 die Sekundarstufe

In der Sekundarstufe habe ich erfolgreich meinen Haupt- und Realschulabschluss absolviert, um mich auf meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration vorzubereiten. Ich bin dort sehr gerne auf die Schule gegangen, besonders gefallen hat mir die Selbstständigkeit, die einem dort antrainiert wird. Man konnte sich seinen Schulstoff einteilen, wie es einem von der eigenen Lerngeschwindigkeit am verständlichsten war.

Besonders prägende Erlebnisse waren die Abschlussfahrt nach Rom, die „Große Arbeit“ und der Sportunterricht, bei dem sich die Lehrer oft proaktiv beteiligt haben. Die „Große Arbeit“ war im Rückblick eine sehr gute Vorbereitung auf Projekte im späteren Business. Schließlich muss man später auch budgetieren, Zeiten planen, recherchieren, koordinieren, kooperieren und die Zähne zusammenbeißen, um ein möglichst fehlerfreies Ergebnis zu präsentieren. Der Übergang von einer Regelschule zur Monte war am Anfang etwas ungewohnt, da einem keiner vorschrieb, wie man seine Arbeit zu erledigen hat. Weder Stegreifaufgaben noch Schulaufgaben wurden geschrieben. Jedoch hatte ich nicht das Gefühl weniger gebildet zu sein als meine Freunde auf dem Gymnasium, da ich mit Schulkollegen auf der Monte zu jedem erledigten Kapitel in Büchern oder zu abgeschlossenen Themen im Unterricht Referate vorbereitet und anschließend präsentiert habe. Dort musste man sich „gezwungenermaßen“ mit der umfassenden Thematik befassen und die wichtigsten Punkte heraussuchen, um auch einem Außenstehenden ein möglichst klares Bild davon zu liefern, worum es eigentlich geht. Möglichst so, dass er nach dem Referat einer anderen Person erklären kann, was ich ihm zu vermitteln versucht habe. Ich kann nur sagen, dass ich meine Schulzeit in der Monte nicht missen möchte.

Es war eine sehr schöne Zeit, in der man noch Teenager sein konnte, neben der Schule auch noch etwas anderes im Kopf haben durfte und trotzdem spielend leicht Lerninhalte vermittelt bekommen hat.

Johanna Staudacher

Johanna Staudacher

29 Jahre, Steuerfachangestellte in Rothenburg
besuchte von 1993 bis 1997 die Primarstufe

Ich bin immer sehr gerne in die Schule gegangen und wir hatten tolle Lehrer und Fachkräfte, die sich um uns kümmerten. Die Atmosphäre empfand ich als entspannt und positiv, wir haben viel gelernt und viel zusammen gelacht, es gab ein echtes Miteinander. Mir ist besonders in Erinnerung geblieben, dass wir Kinder von den Erwachsenen gehört und ernst genommen wurden. Es wurde nicht über unseren Kopf hinweg entschieden, sondern wir hatten im gewissen Rahmen ein Mitspracherecht, unsere Vorschläge wurden besprochen und Ideen wenn möglich auch umgesetzt. Ich denke sehr gern an die Zeit zurück und bin immer noch mit einigen Klassenkameraden in Kontakt bzw. befreundet.

Ich glaube, mich hat in der Montessorizeit besonders geprägt, dass es dort nicht rein ergebnisorientiert zuging. Wir wurden nicht nach einer bestimmten Leistung zu einem festgelegten Zeitpunkt bewertet, sondern immer angehalten, unser Bestes zu geben, unseren Interessen zu folgen, uns aber auch an Neues zu wagen. Es war kein Problem, mal etwas nicht zu schaffen, man kann es wieder versuchen, einen anderen Lösungsweg nehmen oder sich bei Bedarf Hilfe holen. Wenn man etwas gut kann, teilt man sein Wissen mit anderen und hilft sich gegenseitig. Wir waren keine Einzelkämpfer, sondern eine Gemeinschaft. Außerdem wurde unterstützt, seine Meinung zu vertreten, zu argumentieren, aber auch andere Meinungen zu akzeptieren. Meine Diskussionsfreude habe ich also auf jeden Fall auch aus dieser Zeit.

Für den Übergang auf das Gymnasium mussten wir einen Eignungstest machen, den ich sehr anstrengend fand. Allgemein fiel mir die Umstellung auf totalen Frontal-Unterricht anfangs nicht leicht, aber wir haben auf der Montessorischule ja auch Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen vermittelt bekommen, somit hab ich den Übertritt geschafft und 2006 auch mein Abitur am Reichsstadt-Gymnasium gemacht. Ich habe mich danach für eine Ausbildung beim Steuerberater entschieden, arbeite auch heute als Steuerfachangestellte und lebe mit meinem Mann und unseren beiden Kindern in Rothenburg.

Juliane Engelhardt

Juliane Engelhardt

pädagogische Assistentin in der Primarstufe der Rothenburger Montessori-Schule
besuchte von 1994 bis 1998 die Primarstufe

Ich bin 1994 in die Montessorischule eingeschult worden. Damals gab es noch nicht das Neusitzer Schulgebäude, sondern die zwei ersten Jahrgänge wurden im Heckenacker unterrichtet. Wir (der dritte Jahrgang) begannen unsere Schulzeit im Jakobsschulhaus. Erst im Februar des darauffolgenden Jahres konnten wir nach Neusitz umziehen.

Meine Eltern waren schon lange auf der Suche nach einem alternativen Schulsystem ,und auch wenn mein Vater nicht unbedingt überzeugter Montessorianer war, so ließ er sich zumindest überzeugen es auszuprobieren und ermöglichte so mir und meinen zwei Geschwistern eine einmalige Grundschulzeit.

Besondere Erlebnisse gab es viele, aber im Gedächtnis ist mir das Material und die Arbeit damit geblieben. Ich hab es Jahre später auf der weiterführenden Schule und in der Ausbildung gemerkt, dass mir vor allem die mathematischen Erfahrungen mit dem Material den Zahlenraum sehr viel leichter verständlich gemacht haben, als es für viele andere der Fall war. Außerdem habe ich unser damals noch völlig ungestaltetes Außengelände geliebt. Der obere Teil des Pausenhofs war damals noch ein wirklicher Dreckberg, den wir immer wieder bestiegen haben und dann mindestens 10 cm größer wieder zurückkamen, da der ganze Dreck an uns und vor allem unter unseren Schuhen haftete. Ersatzklamotten waren damals unbedingt notwendig.

Zum Abschluss der Grundschule haben wir ein Musical einstudiert und aufgeführt (daher stammt auch mein Foto), auch das ist eine der unvergesslichen Erinnerungen mit Schrubbern unter den Füßen die „Freifrau von Putz und Scheuermann“ zu spielen.

Nie voreilig aufzugeben, zu sich selbst stehen, die Natur zu lieben und gemeinsam mit den Mitschülern und den Lehrern eine tolle Zeit zu verleben, das sind zurückblickend die wichtigsten Erfahrungen die ich aus dieser Zeit mitgenommen habe.

Nach meiner Schulzeit (1994-1998) war nach den vier Grundschuljahren Schluss und ich wechselte auf die Mittelschule nach Rothenburg. Den Übergang fand ich nicht schwer, aber ungewohnt. Das „Siezen“ der Lehrer, das dauerhafte Sitzen auf einem Platz, das Vergleichen mittels Noten und die daraus resultierende Gruppenbildung waren erst mal fremd, aber die Zeit brachte die Gewöhnung daran.  

Nach meiner Schulzeit habe ich Förderlehrerin bis kurz vor das zweite Staatsexamen studiert, und anschließend die Ausbildung zur Erzieherin absolviert. Inzwischen bin ich seit 2012 wieder an der Montessorischule als pädagogische Assistentin tätig.

Sophie Krank

Sophie Krank

18 Jahre, aus Creglingen, macht 2017 ihr Abitur
besuchte von 2004 bis 2008 die Primarstufe

Ich bin gerne in die Grundschule gegangen, weil ich mich dort wohl gefühlt habe. Die Aufgaben in der Schule haben mir zum Großteil gefallen, auch weil ich machen durfte ,was ich wollte. Natürlich gab es auch nicht so schöne Momente, das gehört aber doch irgendwie dazu.

Ich kann mich nicht speziell an ein besonderes Erlebnis erinnern, jedoch sind mir die vielen Pausen in Erinnerung geblieben, zum Beispiel im Winter das Bauen eines Schneemanns. Ich weiß auch noch, dass die Schule immer Fasching gefeiert hat und alle sich verkleidet haben.

Die Zeit in der Montessori-Schule hat mich insofern geprägt, dass ich gelernt habe selbstständig zu arbeiten und zu denken. Nach der Grundschule bin ich ein Jahr auf eine Hauptschule gegangen, weil ich die Prüfung für die Realschule nicht geschafft habe. Jedoch habe ich nach einem Jahr auf die Realschule gewechselt. Ich muss zugeben, die ersten zwei Jahre waren etwas schwierig, ich konnte mich aber weiter steigern und habe einen guten Abschluss gemacht.

Theresa Ulm

Theresa Ulm

29 Jahre, besuchte von 1993 -1997 die Montessori-Schule
ist Konditormeisterin und gerade in Elternzeit

Mit meinen Eltern zusammen habe ich damals verschiedene Schulen angeschaut und ich durfte mitentscheiden wo ich hingehen will. Das spannende an der Monti fand ich die ganzen Elemente zum Lernen. Vorallem da wir dabei waren als die Schule in Neusitz gebaut wurde und wir auch das ganze Material zu Hause hatten, dieses fertig gestellt haben und die tolle Gemeinschaft. Ein ganz besonderer Grund dort gern hinzugehen war auch Edda, unsere pädagogische Assistenz. Ich hatte von Anfang an tolle Lehrer, erst Frau Topf und anschließend Herrn Hepperle aber die Tatsache, dass man dort immer unterstützt wurde und sich seine Ziele selbst erarbeiten durfte und in Eigenregie bestimmen durfte, was man wann erledigt, fand ich wahnsinnig spannend und war für mich genau der richtige Weg.

Die Grundsteinlegung in Neusitz war sehr spannend, daran erinnere ich mich noch gut. Wir hatten Backsteine in Schuhkartons die mit rotem Papier umwickelt waren. Was genau damit passiert ist weiß ich nicht mehr, aber die vielen Feste die immer alle Schüler, Lehrer und Eltern mitgestaltet haben, waren jedes Mal ein Erlebnis. Gut kann ich mich auch noch an das Basteln der "Bilder" aus Stoffbahnen erinnern, welche die Nibelungensage darstellen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass ich heute nicht die wäre die ich bin wenn ich nicht zur Montessori-Schule gegangen wäre. Ich war ein sehr stilles und schüchternes Kind, das dort gelernt hat, seinen Weg zu gehen und zu sich selbst zu stehen. Die Schule hat mir ohne den Notendruck die Zeit gegeben, die ich gebraucht habe und die Pädagogen haben mich liebevoll unterstützt ohne mich zu überfordern. Noch heute schwärme ich von dieser Zeit und ich möchte gerne, dass auch mein Kind sagt, hilf mir es selbst zu tun und sich auch für diesen Schulweg entscheidet. Geplant ist im Moment schon, der Besuch des Montessorihauses in der Krippenstufe. Sollte mein Sohn dort einen Platz bekommen, bin ich mit vollem Einsatz und Eifer dabei!

Direkt nach der Monti war ich zwei Jahre auf der Hauptschule in Rothenburg als Übergang zur Realschule, die es damals noch nicht ab der fünften Klasse gab. Ich würde behaupten, dass die Umstellung nicht einfach war und ich mich wieder sehr zurückgezogen habe. Schade, dass die Monti damals nur bis zur vierten Klasse ging...

Nach meinem Realschulabschluss habe ich Köchin gelernt und mich relativ früh für die Patisserie entschieden. Nach ein paar Jahren habe ich noch eine Ausbildung zur Konditorin gemacht und im letzten Jahr meinen Konditormeister. Ich arbeite aber seit zwei Jahren wieder in der Gastronomie. Zur Zeit bin ich aber in Elternzeit weil ich im Dezember 2016 Mama geworden bin.

Franziska Engelhardt

Franziska Engelhardt

25 Jahre, Master of Science Übersetzungswissenschaften, Dublin
besuchte von 1998 bis 2002 die Primarstufe

Ich bin gerne dort in die  Schule gegangen. Ich kann mich noch daran erinnern wie unsere damalige Klassenlehrerin, Frau Heußinger, mit uns über die Terroranschläge vom 11. September 2001 gesprochen hat. Ich war damals in der dritten Klasse und verständlicherweise  verstört, verwirrt und verängstigt, weil ich nicht wusste, was genau passiert ist und was das für Folgen für – im Endeffekt – die ganze Welt haben würde. Ich denke es ging meinen Mitschülern da ähnlich also haben wir dann am 12. September im Morgenkreis darüber gesprochen, was passiert ist. Ich war danach immer noch verängstigt – vielleicht noch mehr als zuvor – aber ich hatte zumindest das Gefühl, ansatzweise zu verstehen, was passiert war und was in Zukunft passieren könnte. Ich erinnere mich nicht unbedingt gerne an diesen Morgenkreis, aber ich denke es war sehr wichtig, dass wir als Klasse darüber gesprochen haben, da ich denke, dass nicht alle Eltern mit ihren Kindern zuhause so offen darüber gesprochen haben.

Ich denke mein Besuch der Montessori-Schule hat mich zu einem umweltbewussteren Menschen gemacht, als es der Besuch einer anderen Schule vielleicht getan hätte. Ich fand es immer sehr schön, wenn wir in den Wald gegangen sind oder im Schullandheim Ausflüge in die Natur gemacht haben. Mir wurde schon oft gesagt, dass ich aufmerksamer bin als viele andere Leute, da mir häufig kleine Details an Menschen oder Orten auffallen und ich denke das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass wir uns – wenn möglich – die Dinge immer in Echt angesehen haben anstatt nur darüber zu sprechen.

Nach der Montessori-Schule bin ich auf die Realschule Rothenburg gewechselt und der Übertritt war sehr hart für mich, was vor allem daran lag, dass keiner meiner Freunde auch auf die Realschule gewechselt haben. Außerdem war die Umstellung auf die klassischen Schulnoten von eins bis sechs sehr hart für mich, da ich einfach nicht daran gewöhnt war. Vielleicht wäre es gut, wenn die Schüler in der vierten Klasse der Montessori-Schule neben den gewöhnlichen Bewertungen auch in Noten bewertet würden, damit sie sich schon einmal an dieses System gewöhnen können.

Nach der Realschule bin ich zunächst auf die FOS für Gestaltung in Würzburg gewechselt, danach habe ich eine Ausbildung zur staatliche geprüften Dolmetscherin und Übersetzerin an der Würzburger Dolmetscherschule gemacht und dann habe ich an der Heriot-Watt University in Edinburgh in Schottland meinen Master in Übersetzungswissenschaften gemacht.

Anna Holzmann

28 Jahre, studierte Sonderpädagogik auf Lehramt in Würzburg und ist heute Referendarin für Lehramt Sonderpädagogik an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Straubing
besuchte von 1995 bis 1999 die Primarstufe

Ich erinnere mich an viele tolle Erlebnisse, zum Beispiel an das Indianerfest, an welchem wir dann mit Familien und Geschwistern in Indianerzelten übernachtet haben und die Lehrer an den Marterpfahl gebunden haben. Auch die Fahrt ins Schullandheim, zusammen mit einer Klasse der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung aus Herrieden war sehr spannend. Ich glaube, ich konnte sehr viel an Sozialkompetenz als Kind erlernen. Durch die offenen Unterrichtsmethoden hat mir das Lernen immer sehr viel Spaß gemacht, zudem konnte ich dadurch viel Selbstständigkeit erlangen. Nach der Montessorischule bin ich zunächst auf die Valentin-Ickelsamer Hauptschule gegangen. Der Übergang war während des ersten Halbjahres ziemlich anstrengend und nicht sehr einfach, da ich mich an die Benotung und das ganz andere Lernen erst gewöhnen musste. Nach dem ersten Halbjahr war die Umgewöhnung jedoch weitestgehend gelungen und ich bin auf das Reichsstadt-Gymnasium Rothenburg gewechselt.

Kontakt

  • Private Montessori-Schule
    des Montessori Förderkreises Rothenburg o.d.T.e.V. in Neusitz
  • Waldstraße 15
  • 91616 Neusitz
  • Telefon: 09861 / 87 90 0

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