Geschichte vor Ort - Klassenfahrt nach Nürnberg

Februar 2017 - Sekundarstufe

Am Mittwoch den 22.2.17 sind wir, die Gruppen Citrin und Bernstein, mit dem Zug von Rothenburg nach Nürnberg gefahren. Vom Nürnberger Hauptbahnhof sind wir zu Jungendherberge gelaufen, die direkt neben der Burg in den ehemaligen Pferdestallungen untergebracht ist. Von dort waren es nur ein paar Meter zur Aussichtsplattform der Burg. Wir haben uns die Stadt von oben angeschaut.

Im Anschluss sind die beiden Gruppen mit der Straßenbahn zum Dokumentationszentrum gefahren. Dort hatten wir eine Führung durch das Museum zum Thema „Jugend in der Hitlerzeit“. Uns wurde von einem Mitglied des Vereins „Geschichte für alle“ noch mehr zu dem Thema erzählt. In verschiedenen Gruppen haben wir nach einem Rundgang in der Ausstellung des Museums Aufgaben bekommen, die wir bearbeitet und den restlichen Schülern präsentiert haben. Im Anschluss haben wir das Reichsparteitagsgelände umrundet und sahen den Platz, auf dem Hitler die Soldaten marschieren lies und große Veranstaltungen abhielt. Wir sind dann zurück in die Innenstadt gefahren und haben unsere Zimmer in der Jugendherberge bezogen. Nach dem Abendessen konnten wir die Stadt für eine Stunde in Kleingruppen erkunden, bevor wir erschöpft ins Bett fielen.

Am Donnerstagvormittag trafen wir uns vor der Burg mit unserer Führerin Frederice Strunz. Im Inneren der Kaiserburg erkundeten wir das Leben Kaiser Karl des IV. im Mittelalter. Der Kaiser ist bekannt für das Abkommen die „Goldene Bulle“. Es hielt fest, dass keine zwei Regenten gleichzeitig zusammen über ein Land herrschen dürfen. Außerdem hält es fest, wie genau Wahlen stattfinden sollten. Frau Strunz erzählte uns viele interessante Informationen über den Kaiser und König, der zunächst Wenzel genannt wurde, bis er gekrönt wurde. Wir bestaunten den Rittersaal, der als Empfangssaal gedient hatte. Die prächtige Hofkapelle, die zugleich eine Doppelkapelle ist, war unser nächster Halt. Besonderer Hingucker war die Kaiserliche Empore. Im zweiten Weltkrieg wurde fast die ganze Burg zerstört, doch die Kapelle blieb verschont. Der darauffolgende Raum hieß Oratorium. Dieser wurde als Festsaal  unter der Regentschaft von Kaiser Karl dem IV. genutzt. Wir erfuhren, dass Karl ein sehr wissbegieriger Reliquien-Sammler war. Wir betraten noch weitere Zimmer und Kammern und uns wurde viel Interessantes und Spannendes erzählt.

Nach der Mittagspause machten wir eine Stadtralley durch Nürnberg, erkundeten die Stadt und fanden heraus, wie wichtig die Stadt zur Zeit Karls IV. war. Anschließend hatten wir eine weitere Führung im Germanischen Nationalmuseum. Wir haben Originalstücke und einige Nachbildungen aus der Zeit des Kaisers begutachten können. Danach hatten wir einige Stunden Freizeit bis wir abends alle zusammen einen Film schauten.

Am Freitag, nach dem Frühstück, sind wir alle zusammen mit der U-Bahn nach Fürth gefahren. Dort haben wir das Jüdische Museum besucht, wo wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Beide Gruppen erhielten eine Führung über den jüdischen Alltag und den Einfluss der Religion. Im Keller des Hauses haben wir auch eine Mikwe besichtigt (eine Mikwe ist ein Raum, in dem man sich mit lebendigem, fließendem Wasser, zum Beispiel frischem Regenwasser, seelisch reinigt). Es gab auch eine Sukka, eine Laubhütte mit zurückschiebbarem Dach, in der man sich während des siebentägigen Sukkafest aufhält. Zum Abschluss haben wir koschere Gummibärchen erhalten, die von Juden gegessen werden dürfen, da sie statt Schweinegelatine einen Ersatz aus Fisch enthält. Danach sind wir mit der U-Bahn wieder zurück zum Bahnhof gefahren und mit dem Zug weiter nach Rothenburg. Um 13:50 Uhr waren wir schließlich wieder mit viel neuem Wissen und vielen Eindrücken zurück in Rothenburg. Es war zwar zwischenzeitlich anstrengend, aber die Geschichtsfahrt hat uns viel Spaß gemacht und wir haben die gemeinsame Zeit sehr genossen.

Eure Bernstein- und Citringruppe

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