20161202_Tag-der-offenen-Tr_division.JPG

Tag der offenen Tür - Lernen im eigenen Tempo

Lernen im eigenen Tempo

Die Montessori-Schule informiert über ihr Bildungsangebot

Eltern wollen das Beste für ihr Kind - das gilt auch für die Wahl der richtigen Schule. In Rothenburg können sich Eltern neben der Regelschule seit bald 25 Jahren für die private Montessori-Schule entscheiden. Doch was steckt hinter der Montessori-Pädagogik? Wie läuft der Unterricht ab? Und wie können Kinder etwas lernen, wenn sie keine Hausaufgaben aufhaben? Mit diesen und anderen Fragen kamen viele interessierte Eltern und Besucher zum Tag der offenen Tür der Montessori-Schule nach Neusitz. Sie schauten sich die Vorführungen der besonderen Montessori-Lernmaterialien an und informierten sich bei der Schulleiterin, dem pädagogischen Team, dem Vorstand des Fördervereins sowie den Vertretern des Elternbeirats.

"Viele sind erst einmal erstaunt, dass unserer Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse in einer Gruppe lernen", berichtet die Schulleiterin Brigitte Wagner. Das fördere die sozialen Kompetenzen, stärke das Selbstbewusstsein und rege auch die Neugier an, sich an Aufgaben heranzuwagen, die ältere Schüler bereits vormachten. "Außerdem gibt es bei uns auch keinen Frontalunterricht ", fährt Brigitte Wagner fort. Den rund 20 Schülerinnen und Schülern pro Gruppe stehen eine Lehrkraft und eine pädagogische Assistenz zur Seite. Die Kinder beschäftigen sich eigenverantwortlich mit Mathematik, Grammatik oder Themen aus der Naturkunde und werden dabei individuell von den Pädagogen unterstützt. "Und das ist auch der Grund, warum es keine Hausaufgaben geben muss", klärt Wagner auf. "Die Kinder haben sich etwas selbst erarbeitet und müssen es deswegen nachmittags nicht notwendigerweise nochmal üben." Ziel des Unterrichts sei es auch nicht, dass alle Schüler zur selben Zeit das Gleiche können müssen. "Jedes Kind ist anders: das eine lernt in kurzer Zeit die Multiplikation, das andere Kind braucht dafür eben etwas länger", betont Wagner. Selbstverständlich werde darauf geachtet, dass sich die Kinder auch mit Dingen beschäftigen, die sie weniger interessieren.

Viele Eltern wollten auch wissen, wie es für ihr Kind nach der Grundschule weitergehen kann. "Die Kinder können in unserer Schule in Rothenburg bis zur zehnten Klasse nach der Montessori-Pädagogik lernen", erklärt Isabel Gil Bueno, zweite Vorsitzende des Fördervereins der Schule. "Dort können sie die entsprechenden staatlich anerkannten Abschlüsse machen." Da die Montessori-Schüler nach dem bayrischen Lehrplan unterrichtet werden, könnten die Schülerinnen und Schüler nach der neunten Klasse den Qualifizierenden Mittelschulabschluss und nach der zehnten Klasse den Mittleren Bildungsabschluss erreichen. So steht den Jugendlichen der Weg in eine Ausbildung, aber auch an eine FOS oder ein Gymnasium offen.

Nach dem Tag der offenen Tür ist für die Eltern klar: Die Kinder in der Montessori-Schule lernen genauso wie Kinder in der Regelschule, aber individueller und mit anderen Methoden. Und was war nochmal mit den Hausaufgaben? "Wer will, kann natürlich auch Aufgaben mit nach Hause nehmen", beruhigt Brigitte Wagner mit einem Augenzwinkern. "Das machen sogar einige."

 

Kontakt

  • Private Montessori-Schule
    des Montessori Förderkreises Rothenburg o.d.T.e.V. in Neusitz
  • Waldstraße 15
  • 91616 Neusitz
  • Telefon: 09861 / 87 90 0

  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
built with by markus sailer